Galoppierender Nadelwahnsinn mit erhitzter Ironie und einem Fünkchen Sarkasmus

Freitag, 26. Oktober 2012

Es ist 8 Uhr, er hat seinen Posten bezogen

Ich schnall ab! Tag 4 mit der Säge. Es muss ein langer, harter Winter werden, der weisse Mann braucht viel Holz.


NähMa! füttert das Tageskind ab und legt es zum Morgenschläfen. Jetzt, ja genau jetzt ist ihre Zeit gekommen.Der Tarnanzug liegt bereit, das Körbchen mit den benötigten Utensilien ist gepackt. Zuerst hat sie über Flucht nachgedacht, dann den Plan aber verworfen. Es geht hier um mehr! Es geht um Gerechtigkeit, um Rache! Und es geht um das Wichtigste! Es geht um Stille!
Sägemann foltert ohne Unterlass sein Arbeitsgerät. Er zerlegt unschuldige Paletten zu mikroskopisch kleinen Holzsplitterchen. Holz um Holz wandert durch seine gnadenlosen Hände, er sägt, wie im Wahn!
NähMa! beobachtet durch den Spalt im Zaun sein verachtungswürdiges Werk.Und pirscht sich näher heran.
Da, da steht er, da sägt er. Mit dem Rücken zu NähMa!, die sich langsam näherschleicht. Mit blutunterlaufenen Augen beobachtet sie noch eine Weile die Szenerie, soll sie ihn doch mit einer Holzlatte verprügeln, wie sie es zuerst geplant hatte? Neinnein, das hätte nicht auf Dauer den gewünscheten Effekt.
Sie bleibt bei der geplanten Strategie:
Rennt mit ihrem ganzen Kampfgewicht von hinten auf Sägemann zu, hinterhältig, er hat keine Chance, reisst ihm die Säge aus der Hand und schubst ihn in den Geräteschuppen. Das mitgebrachte Vorhängeschloss schnell durch die Verriegelung gefädelt, einrasten, den Schlüssel verschlucken. Die Säge fest in der Hand stürmt sie laut jolend über das Gelände. HAA! Sie hat gewonnen! Sägemann ist dingfest gemacht!


Nicht, dass ihr meint ich wäre jetzt ganz irre geworden. Das habe ich nämlich heute Nacht so ähnlich geträumt! Mein Tarnanzug war ein Ganzkörpermaleranzug und Sägemann sah aus, wie Jonathan Hart. Vielleicht hätten wir gestern abend doch keine Folge "Hart aber herzlich" gucken sollen...
Außerdem hatte ich einen Indianderkopfschmuck an und Kriegsbemalung!
Jetzt mal im Ernst! Bis in meine TRÄUME verfolgt mich Sägemann.
Kennt jemand einen guten Spezialisten für, äääh, Gehirn?

Kommentare:

Die kleine Werkstatt hat gesagt…

Da bleibt jetzt nur eines: Träume in die Tat umsetzen :-)! Erst dann wirst Du befreit sein - how!

Ich wünsche Dir, dass der Sägemann wenigstens am Wochenende Ruhe gibt!!!

Liebst,
Steph

NähMa! hat gesagt…

Hi!
Ich danke dir. Wehe nicht. Ich hab nur irgednwie null Chance, außer rohe Gewalt, wir leben nun mal im Gewerbegebiet...Da muss man sowas eben dulden. Aber mürbe macht das trotzdem.
Das Problem ist, dass man mich hier kennt, wenn ich jetzt dadrüben meinen Anschlag umsetzte, werde ich sofort erkannt. Ich bräuchte also jemanden, der die Drecksarbeit für mich erledigt....
möchte jemand?
;o)

Anonym hat gesagt…

Guten Morgen,
ich habe ja schon fast auf eine Fortsetzung gewartet ;-)
Sehr lustig, ich habe mir alles bildlich vorgestellt.
Eine kleine Idee hätte ich noch:
wenn die ganz holy family von Euch (also alle) sich einfach im Halbkreis um den Sägemann stellt und ihn anfeuert, vielleicht hat er ja dann keine Lust mehr zu sägen...
Wobei einerseits wäre das schade, denn so könntest Du Deine Fangemeinde nicht mehr mit sehr erquickenden Geschichten belustigen.
Ich wünsche Euch allerdings, dass er am Wochenende nur das gesägte Holz stapelt. Das ist ja leise.

Bis später, die Nichte

Maufeline hat gesagt…

Du solltest TATSÄCHLICH ein Buch schreiben! Ein Traumtagebuch mit Illustrationen :-) Das wird dann bestimmt ein Bestseller und ist auch eine Art der Therapie ohne Kopfdoktor ;-p
Wir haben hier übrigens auch nen Sägemann nebenan wohnen, und das ist sein Beruf... er geht in den Wald uns macht Holz für den ganzen Ort (wie mir scheint). Der fängt auch gerne schon mal gegen 21.30 an zu sägen, wenn er eben dann erst aus dem Wald zurück gekommen ist...

Grüßlis
Katha

P.s.: Ich bräuchte da mal ne Adresse, sonst haben wir ein Problemchen... ;-)
(Vorzugsweise Eure Adresse ;-) )

Zählerchen