Galoppierender Nadelwahnsinn mit erhitzter Ironie und einem Fünkchen Sarkasmus

Montag, 27. August 2012

Sie haben Post

Seit fast 13 Jahren wohnen wir da wo wir wohnen.
Seit 13 Jahren bekommen wir da auch Post hin, manchmal landet sie versehentlich beim Nachbarn, manchmal landet des Nachbarn Post bei uns. So geht das.

Unsere Briefkästen hängen in einer auffälligen Grundfarbe gestrichen an einem, äh...nun, sagen wir mal hübsch-hässlichen Künstlerzaun.

Als es nur die gelbe Post gab, kam einmal am Tag der gelbe Postautomann und warf seine Post hinein. Also unsere Post.
Der kommt auch immernoch vorbei.
Aber eben nicht nur der.
Da kommen noch ganz viele andere Postzusteller, zu Fuß, mit dem Rad, mit einem anderen Auto undundund.
Die Frage *war die Post schon da?* kann man ja so pauschal gar nicht mehr beantworten.
Nunja, warum erzähle ich das?

Neulich ist mir ein ganz besonders famoses Exemplar der Gattung "Postzusteller" begegnet.

Es schellte an der Tür, ich öffnete, ein lustig in kanarigelb gekleideter Mann (nicht postgelb) stand vor mir, wedelte mit 2 Briefen unter meiner Nase rum und sagte:
"Hier, Post, Sie haben keinen Briefkasten!"

Ich muss etwas irritiert geguckt haben, als ich sagte:"Häää?"

Nuja, er ist wohl im Stechschritt am Zaun vorbei und hat die knallblauen Kästen nicht gesehen.Ok, war ihm auch echt unangenehm dann. Ich nahm die Briefe, zeigte auf die Kästen, sagte artig danke, brummelte "kann ja mal passieren" und wir gingen unserer Wege.


Mir ließ das ganze aber keine Ruhe und mein Kopfkino machte den ganzen Tag Filme in meinem Kopf:


-ich öffne, er sagt den Spruch mit den Kästen, ich knall die Tür zu und brülle: geh nochma gucken!

-ich öffne, er sagte den Spruch, ich reisse ihm die Briefe aus der Hand und sage irgendein Schimpfwort

-ich öffne, er sagt den Spruch, ich lache ihn aus, er schämt sich

-ich öffne, er sagt den Spruch, ich nehm die Briefe und hau sie ihm auf den Kopf

-ich öffne nicht, er schiebt die Briefe unter der Tür durch

und so weiter und so weiter
ist ja manchmal schon recht nervig so'n Kino

Dann erzähl ich dem Gatten davon und der macht den besten Blockbuster daraus!

*Ich öffne, er sagt den Kastenspruch, ich sage:"Ach was? Soso, dann kommen sie doch mal mit!", packe den Herrn am Ohr und schleife ihn zum Briefkasten!*

Muhuhuhahahahaha!
Ich hoffe der arme Mann muss hier nicht nochmal Briefe abgeben.

Außerdem bin ich sauer! Der Gatte hat viel schöneres Kino, als ich.

;o)







Donnerstag, 23. August 2012

Die Verwalter wollen auch Spaß

Der Herr vom Amt, der sich geduldig meine Fragen anhörte und mit Lösungsvorschläge anbot, forderte mich zum Ende des Gesprächs auf:

"Schreiben sie einfach einen Dreizeiler für die Kollegin und faxen sie ihr das zu."

Der Mann weiss gar nicht, was er angerichtet hat. Seit Stunden versuche ich nun zu dichten. Es gelingt mir aber nicht....
Oder hab ich da was falsch verstanden?


Sende mir das Formular
dankbar bin ich immerdar
für die Eeeewigkeit


Schick mir das Blatt
oder bist du zu matt?
Mach hin zackzack


Ich brauche den Schrieb
jetzt sei doch mal lieb
denn sonst ich nix krieg


Bleibt alles beim Alten,
brauchst nicht viel verwalten
komm hefte es ab.


Hier steht meine Nummer
mach uns keinen Kummer
ruf doch mal an



Montag, 20. August 2012

Urlaub {2} Fische erschnorcheln und Nebelkühe

Unsere Reise, in nicht unbedingt chronologischer Reihenfolge weitererzählt:

Nach ein paar Tagen Atlantik in der Nähe der großen Düne, wo wir einen prima Wohnmobilstellplatz im Kiefernwald gefunden hatten, sind wir weiter richtung Süden gefahren, um dann auf die Pyrenäen zu stoßen.
Die Landschaft ist gewaltig!
Wir durchfuhren das Baskenland, fanden dort einen ganz kleinen, unscheinbaren Campingplatz, auf dem wir uns und das Wohnmobil mal wieder auffrischen wollten.
Lustig war, dass genau hinter dem Platz, etwa 5 Meter tiefer, ein Fluss (Le saison) dahersprudelte, in dem man schwimmen und eben auch schnorcheln konnte.
3 der Kinder hatten sich kurz vorher schon für das Mittelmeer mit Brillen und Rüsseln eingedeckt, die Jüngste verfügte über einen nigelnagelneuen Forschereimer und dann ging's los. Das Wasser war ziemlich kalt-aber egal! 





Nach dieser Übernachtung gab's erst mal länger kein Wasser zum planschen. Wir führen dann mal so richtig in die Berge und, was viel wichtiger ist: über die Berge.
Wir sind zum Teil der Tour de France nachgefahren, die nur Tage vor uns dort lang führte.
Zum Beispiel über den Col d'Aubisque. Man darf sich die Passstraße so vorstellen: eng und kurvig und eng.
Ich erinnere den geneigten Leser an dieser Stelle kurz daran womit wir unterwegs waren: es handelt sich um ein 3,5t schweres, für 7 Leute Platz bietendes Wohnmobil mit Dachbox und Fahrrädern hinten drauf.
Das Ding ist unwesendlich größer als ein smart *hüstel*
Das Sträßlein, dem wir nun also folgten war allerdings auch nur immer ca. 50 Meter weit sichtbar. Das war wahrscheinlich auch ganz gut so, denn ich konnte dann ja auch nicht soweit runter gucken....
Ich muss nicht extra erwähnen, dass ich keine Freundin großer Höhen bin, oder?
Nunja, wir fuhren also in einer Wolke den Berg hinauf und genossen oben angekommen die Aussicht, die wir theoretisch gehabt hätten.
Wir hatten nämlich ungefähr 5 Meter klare Sicht. War aber egal, im Reiseführer gab's ein Foto von der Gegend.
Wäre die Wolke aber nicht da gewesen hätten wir ein anderes Erlebnis nämlich nicht gehabt:
Wir hörten es bimmeln. Es kam näher. Ich dachte schon entfernt an Heidi und ihre Ziegen.
Da kam etwas im Nebel auf uns zu und bimmelte.
Bestimmt ne Kuhweide in der Nähe, sieht man ja leider nicht....
Und dann kamen sie:
Die Nebelpferde!
Riesenviehcher mit Kuhglocken, damit sie im Nebel nicht verloren gehen. Die liefen da einfach so rum, und glotzten die Touristen genauso blöd an, wie umgekehrt.
Später auf unserer Pass-Tour haben wir auch noch Nebelkühe gesehen. Liegend, mitten auf der Straße. Man kann da ja eh nicht schnell fahren, sollte man zumindest nicht. Die Kühe hatten jedenfalls alle Zeit der Welt, aber auf nette Ansprache sind sie dann auch weitergegangen.
;o)

Aussicht vom Berg runter ;o)

Das sagenumwobene Nebelpferd

Beweis, das ist er wirklich

3 Riesenräder für die Tour

der Nebelhund, den haben wir mitgenommen ;o)

da ist oben, danach geht's nur runter

wir konnten das verstehen, der Franzose im Wohnmobil, der uns entgegen kam, nicht!

die Nebelkuh

und ihre Schwester, da war die Sicht schon super!


 Das Schild auf dem drittletzten Bild sagt, dass man mit großen Fahrzeugen nur von Früh bis Mittag rauf und von Mittag bis spät in die Richtung runter fahren darf. Wir waren zur richtigen Zeit dort und durften also runter.
An der ungefähr engsten Stelle kam uns dann ein weiteres Wohnmobil entgegen. Der hätte da gar nicht sein dürfen, Maaaaann!
Und das Schild da oben hat schon seine Berechtigung, es passte nicht! Schnell sprang dann ein hilfsbereiter PKW-Fahrer auf die Straße und versuchte uns aneinander vorbei zu lotsen. Man kann ja auch nicht wenden oder sowas.
Naja, es passte immernoch nicht. Uns kostete das nur ein Abstandslichtlein, unsere Entgegenkommer hat sich ein paar Schrammen ans Mobil gemacht.
Ich persönlich konnte erst wieder richtig atmen, als der Berg hinter uns lag.
Aber wie in jedem Gebirge, das was auf sich hält ist das Motto auch in den Pyrenäen:
nach dem Berg kommt noch einer....und dann noch einer....und Straßen gibt's auch noch enger....und steiler....und ohne Befestigung nach außen....
Meine zwischenzeitliche Schnappatmung veranlasste mein jüngstes Töchterlein irgendwann zu der Frage:
"Fahren wir auffen Berg? Na Mama? Haste schon Angst?"


Ich habe sie enterbt, ist klar, oder?

;o)




Freitag, 17. August 2012

Geschwister müssen teilen lernen....

Familie NähMa! speisst auf der Terrasse. Man kommt ins quatschen, redet über Führerscheine, Funktionen des Girokontos usw.
Mit steigendem Alter der Kinder ändern sich auch die Themen. ;o)

Dann geht es um die spätere Ausbildung und was da so alles dranhängt.

Der Vater erklärt:".......ja und wir als Eltern sind ja auch verpflichtet eine Ausbildung zu finanzieren......."

Kommt die Stimme aus den hinteren Reihe, sie gehört dem Zweitgeborenen:
"Ja logo! MEINE!"

*gg*

Donnerstag, 16. August 2012

Pfffffft

An Alle, die rumgejault haben, dass sie endlich Sommer wollen:

Nehmt ihn und haut damit ab in den Süden!
ICH brauch das nicht.

Hitze und Nicht-Schatten machen meine misanthropischen Anlagen sichtbar, außerdem neige ich zu körperlicher Verpuffung, alles was ich trinke kommt direkt durch sämtliche Poren wieder raus. Ich kann Hitze einfach nicht ab.
Wenn andere ins Freibad gehen, geh ich lieber in den Keller. Und ich hab noch nichtmal nen Keller!
In meinem Nähzimmer sind muckelige 30,5 Grad, es lässt sich schlecht lüften, außerdem steht der Tiefkühlschrank drin, in den ich mich leider nicht setzen kann, weil meine Kinder so gerne Eis essen und nu kein Platz mehr für mich drin ist.

Autofahren ist der Hass an solchen Tagen, nicht nur wegen der Luft im Auto, sondern weil mindestens 85,7% der Autofahrer hitzebedingte Matschbirnen haben und vergessen haben, wie man sich auf der Straße benimmt.

Ich kann einfach nicht glauben, dass sich alle Welt dieses Wetter wünscht!?
Das ist doch nur so ein Spruch den man aufsagen muss, weil man es von Kindheit an gehört hat, oder?
"Haaach jaaaa, endlich Sommer!"

Jaaa und?

Ich will lieber Frühling.
Oder Herbst. Aber ohne Spinnen.
Ich mag Regen. Und Schatten.
Sonne macht mir ne weiche Birne und Pusteln auf die Haut.
Und nein, ich werde im Herbst nicht mosern, dass der Sommer vorbei ist. Ich mag Herbst.

Ach und noch was!

Ich habe neulich Wirsing gekocht!
Bei 29 Grad!
Und wenn ich morgen Bock auf Linsensuppe hab, dann koch ich die!
Oder Sauerkraut!

Ha!
Und dann findet sich bestimmt wieder jemand, der dann sagt:"Häää? Bei deeeem Wetter machst du Linsensuppe? Das ist doch was für den Herbst!"

Dann sag ich höchstens:
"Jaaa und? Ich lasse mir vom Wetter nicht vorschreiben was ich koche!"
Pffft!

Also, liebe Sonnenanbeter, nehmt eure Hitze und verschwindet in den Süden!
Und wenn ich jetzt jemandem auf den Schlips getreten sein sollte:

Ich muss mir ja auch immer anhören wie schreeeecklich das Wetter ist, wenn es mal ein bisschen freundlich plästert.

Und wer war es Mark Twain(?), der sinngemäß sagte:
Alle schimpfen übers Wetter, aber keiner tut was dagegen.

;o)









Mittwoch, 15. August 2012

Wasserdicht?

Lasst uns über Windeln reden.

Die erste Windel wechselte ich ca. mit 8 Jahren bei meinem Neffen.
An eine frühere Begebenheit in diese Richtung kann ich mich jedenfalls nicht erinnern.
Im Laufe der Jahre folgten dann noch mehr verwandte Kinder, später die Babies von Freundinnen und letztendlich summa summarum 4x3 Jahre Windeln wechseln bei meinen eigenen Kindern.
Da kommt ein ganz schöner Müllberg zusammen. Und Erfahrung.
Und Entwicklungen der Windelindustrie.
Na, wer erinnert sich noch an die bekloppten Boy- und Girlwindeln?
"Denn Jungen werden vorne nass und Mädchen in der Mitte!" *hüstel ähä, jaja, genau*

Und an die Zeit mit ohne Klettverschluss, wenn man nach dem Baden das Kind hübsch eingeölt hat und dann die Klebestreifen nicht mehr festbekam.

Nuja, worauf ich hinaus will:

Ich KANN Windeln wechseln, sehr gut sogar, quasi mit einer Hand.

Wie kann man sich dann erklären, dass beim ersten Wechsel am Tageskind, die noch anwesende Mutter irritiert in meine Richtung blickte und sagte: "Äh, Frau NähMa!, die ist falschherum...."
 .
.
.
.
.
Muhuhuhahahahaha!
Wenn da auch so blöde Bilder drauf sind und man vor lauter Farbe nix mehr erkennen kann! Menno!
Immerhin hab ich das Ding dem Kind nicht über den Kopf gezogen.
Aber Superwerbung, was?


:o)



Dienstag, 14. August 2012

Urlaub {1}

So, nu aber mal los mit den Urlaubserzählungen, sonst sind ja schon bald die nächsten Sommerferien.

Beginnen möchte ich mit einem seltenen Ereignis hier auf dem blog.

Einem Familienfoto:


;o)

Entstanden irgendwo in Frankreich nach einer Pinkelpause Rast, von einer Brücke geknippst. Man kann es schlecht erkennen, aber wir lächeln.

Nach meinem letzten post zum Urlaub könnte der geneigte Leser den Eindruck gewonnen haben, wir hätten unsere freie Zeit mindestens in Afghanistan verbracht.
Dem war natürlich nicht so.
Wir haben lediglich eine kleine Europatour gemacht und dabei manche Länder(chen) nur gestreift (NL, B, L).
2 Tage Deutschland an der Mosel waren sehr nett aber auch nicht weiter erwähnenswert. (Schwimmen, chillen, Abwasser entsorgen, mit Einheimischen reden (deutsch), endlich wieder Autobahn fahren).

Den Rest der Zeit haben wir in Frankreich verbracht, ok in sehr vielen Teilen Frankreichs und ein bisschen spanische Sonne war auch noch dabei.

Spanien hat leider gebrannt, als wir da waren. Das war ziemlich gruselig.
Grade hatten wir mal einen Campingplatz angesteuert um uns ein bisschen von der Fahrerei zu erholen und ein paar Tage Meer zu genießen, da zog eine Riesenrauchwolke über das Land, verdunkelte die Sonne und machte alle Leute sehr unsicher.
Normalerweise verbringen wir die meiste Zeit ja irgendwo auf der Straße, fahren mal einen Wohnmobilstellplatz an oder auch nur einen Parkplatz um zu bummeln oder uns irgendetwas Interessantes anzusehen. An diesem Tag waren wir froh die Sicherheit eines Campingplatzes zu haben.
Man versicherte uns mehrmals, dass das Feuer für diesen Bereich nicht gefährlich wäre, die Autobahn aber gesperrt sei und das Feuer nicht unter Kontrolle.
Naja. Also auch nur vermeintlich sicher, so ein Campingplatz.
Ok, wir hätten mitgekriegt, wenn es ernst geworden wäre und man hätte evakuieren müssen.
Was aber passiert wäre, wenn hunderte Fahrzeuge, Gespanne und und und mit panischen Fahrern aus diesem kleinen Küstenörtchen hätten fliehen müssen, mag ich mir gar nicht vorstellen!

Das Gefühl, dass wir dort Urlaub machten und ein paar Kilometer weiter kämpfen Menschen um Leben und Existenz war schon ziemlich beklemmend.

Der Rest des Urlaubs ist dann aber ohne weitere Katastrophen verlaufen.

Fortsetzung folgt.




Ein neues Junges

Es nimmt Essen von mir.
Es schläft im eigenen Nestchen.
Es spielt.
Bei dräuender "Gefahr" kommt es zu mir gelaufen.
Hygienemaßnahmen lässt es klaglos geschehen.

Kurzum:

Ein guter Start mit dem neuen Tageskind!

;o)

Mittwoch, 8. August 2012

Nach dem Urlaub

4260 km in drei Wochen, 6 Länder, viele Berge, viel Wasser, Feuer, Strassen, Wege und Pfade.
Ich muss mich mal kurz erholen...

:o)

Zählerchen