Galoppierender Nadelwahnsinn mit erhitzter Ironie und einem Fünkchen Sarkasmus

Donnerstag, 21. März 2013

Wie der Tag zu Ende ging

Wo war ich stehen geblieben?
Ach ja,der Kaffee, der war schnell ausgetrunken, Pitschpatsch und KamikazeKarla "unterstützten" mich dann noch bei der Zubereitung eines Waffelteiges für die siebenköpfige Raupe, die ich am Nachmittag erwartete.
Die dadurch erworbenen Eierschalen wurden ordendlich gespült, die braucht Trulla morgen zum österlichen Basteln in der Schule.
Ok, ich stehe an der Spüle und reinige Eierschalen! Das war schon immer meine Traum. ;o)

Als ich grade anfangen wollte Karla und Prinzessin Zicki und Trulla darauf vorzubereiten, dass unsere Abreise unmittelbar bevor stand, bimmelte mein Handy.
Die Mama von Ludmilla hatte einen beruflichen Zeitnotfall und bat mich Ludmilla aus dem Kiga abzuholen, sie wüsste aber nicht, wann sie selbst käme. Notfall eben.
Klar kein Problem, dafür bin ich ja da. Glücklicherweise befinden sich ja sämliche meiner Randzeitenkinder (hübsches Wort, nicht wahr?) in ein und derselben Bildungsanstalt, so gab das keine logistischen Probleme, noch schnell den letzten Kindersitz aus des Gatten Auto geklaubt und los.

So, Jim Knopf und Lukas, zwei noch kleine aber sehr selbständige Jungs hatten keine Probleme mit ihrer Bekleidung, Ludmilla schon, das kenne ich ja.
Der kleine Urmel wartete auch noch auf mich, der läuft allerdings außer Konkurrenz und kam privat zum Spielen mit Pitschpatsch mit.
Wir wackelten dann alle im Gänsemarsch zum Auto. Ein Siebensitzer. Habt ihr mitgezählt?
Ich nicht! Das heißt, ich habe schon gezählt, mich als Fahrerin aber außen vor gelassen. Wir waren dann acht Leute! Das passte nicht!
Aaaaaaahhhhh!
Naja, Prinzessin Zicki war eh nur noch kurz dabei, die hab ich dann schnell schräg gegenüber zum Treffpunkt mit ihrer Spielgruppe gebracht und dann hatten ja wieder alle Platz. Mannomannomann!

Zu Hause angekommen und den stattlichen Haufen Winterklamotten auf der Garderobenbank ignorierend bin ich dann zum Waffeleisen geschritten um die Bande zu bebacken.
Ich war zu langsam! :o)
Ludmilla und Pitschplatz sind in die oberen Gemächer entschwunden und kamen mal als Fee, mal als Prinzessinnen, mal als Hexen  in die Küche geschwebt oder geflogen. Die hab ich ruhigen Gewissens alleine oben gelassen, das Bad war ja abgeschlossen, sonst hätten sie vielleicht noch Meerjungfrauen gespielt oder sowas.
Jim Knopf und Lukas müssen immer erstmal in Ruhe futtern, wenn sie angekommen sind, die waren gut versorgt und Urmel hat dann nicht mit Pitschpatsch gespielt, sondern fand JimBob auf dem Sofa und dessen lustiges Handy mit Spielen viiiiel spannender.
Den hab ich auch machen lassen, schließlich kam der privat, da hab ich keinen erzieherischen Auftrag. Höhö
.
KamikazeKarla fiel in dem Trubel gar nicht weiter auf, was schon eher selten passiert!
Naja, war schon ein bisschen wie Kindergeburtstag bei Regen.
Der Gatte war inzwischen mit Trulla und der Mama von Urmel und einem ganzen Haufen Kinder unterwegs zum Handballspiel der Mädels.
In regelmäßigen Abständen bekam ich  Kurznachrichten über den Spielbetrieb.
Trulla hat ihre ERSTEN BEIDEN TORE geworfen! Tschakka!
Und ich war nicht dabei! Vielleicht sollte ich immer weg bleiben, dann fluppt das mit den Toren.

So, seid ihr schon eingeschlafen, beim Lesen?

Von den ganzen Überfällen auf Apfelschorle, Süßkramkiste, Waffelteller und Cornflakestüten brauche ich glaube ich nicht näher berichten, oder?
Ich sag ja: Siebenköpfige Raupe. :o)
Aber neben essen und trinken haben die Kinderlein auch mal ein bisschen gespielt.
Dann wurde Ludmilla abgeholt, nicht ohne den üblichen Anziehstreik und Ich-will-noch-schnell-Zirkus, später dann Jim Knopf und Lukas, die beide echt groggy waren. Aber satt und das ist echt ne Herausforderung.

Blieben noch Urmel und Karla.
Kein Thema, das war voll einfach.
Um halb acht waren dann alle Gast- und TagesKinder verschwunden, nur ein paar Kunstwerke aus dem Kindergarten lagen noch einsam irgendwo herum. Die nehmen sie dann heute mit---vielleicht.
 So, die eigenen Kinder waren dann auch irgendwann alle versorgt mit Aufmerksamkeit, Medikamenten und Nahrung.

Was macht man dann, nach so einem etwas besonderern Tag? Ermattet aufs Sofa sinken?
Schön wär's!

ELTERNSTAMMTISCH!
Juhu!

Aber der war dann ganz nett...




PS.
Meine narzisstischen Ausführungen des gestrigen Tages dürft ihr als Jammern auf hohem Niveau oder von mir aus auch als Tagebuchaufzeichnung betrachten. Ich weiss, dass das ein kleiner Pups ist, im Gegensatz zu dem Tagesablauf wirklich wichtiger Menschen.
Aber das Aufschreiben hat schon ein bisschen Spaß gemacht. ;o)


Kommentare:

Isabimi hat gesagt…

Hihi, ich finde das immer interessant, was andere so den ganzen Tag treiben... ist auf jeden Fall interessanter als (hier wollte ich grad meinen langweiligen kurzen Tag beschreiben, musste dabei aber feststellen, dass der gar nicht so langweilig und kurz ist wie gedacht)... ;-) Vielleicht sollte ich auch mal so einen Post machen!

Nee, das war doch ein gut gefüllter Tag, oder? Und wie du mit den ganzen Kindern klar kommst... Mir graut es vor Töchterleins Geburtstag, da feiern wir zum ersten Mal mit Kindern *hilfe*

LG
Isabimi

Peziperli hat gesagt…

Uiiii! Da hattest du wirklich einen sehr interessanten Tag!! Und ich dachte, ich hätte Stress!
Die Episode mit der Seife hat mir am besten gefallen!

LG Petra

Muckeltiger hat gesagt…

Liebe NähMa!
Chapeau!!

Aber bitte: was heisst hier "kleiner Pups im Vergleich zu wirklich wichtigen Menschen"?? Wer ist denn wirklich wichtig???????
Bitte nicht deinen großartigen (so liest es sich jedenfalls) Einsatz für unsere Gesellschaft schmälern.
Wie vielen Müttern ermöglichst DU es, arbeiten gehen zu können? Was gibst du deinen und den Tageskindern? Emotionale Zuwendung, Werte, Grenzen, usw. ..... und was folgt daraus für unsere Gesellschaft?? ...da könnte man jetzt ewig schreiben..

Liebe Grüße von nähender Tagesmutter zu nähender Tagesmutter!
(P.S. Ich brauche jetzt ein Waffeleisen. Dringend. ;)

josali hat gesagt…

Die "wirklich wichtigen Menschen" haben (im Gegensatz zu denen, die durch Kindererziehung und -betreuung "nur" die Zukunft unserer Gesellschaft gestalten) meist einen Sekretär für die Termine, eine Haushälterin fürs Grobe, einen Gärtner fürs (mindestens) Rasen mähen und eine Tagesmutter für die Kinder ;o).

Lg
Tanja

NähMa! hat gesagt…

Ach ihr Lieben ;o)

Naja, ich denke ja auch, jeder von uns ist gleich wichtig, oder unwichtig, oder?
Jeder in seinem Universum.
Der Zusatz war auch mehr als augenzwinkerndes "was machst du eigentlich den ganzen Tag?" zu verstehen.

Zählerchen