Galoppierender Nadelwahnsinn mit erhitzter Ironie und einem Fünkchen Sarkasmus

Dienstag, 28. Mai 2013

Kurze Durchreise

Wenn der Gatte mich heute Abend wieder fragt:"Und haste was geschrieben?", kann ich  sagen:"Ja, ich habe."

Leute, hier ist grad so viel los, dass die Muse gar keine Zeit hat mich zu küssen.
Hier nur ein paar Eindrücke der letzten 2 Wochen.

-Kinder mit Schubladennamen (Chantalismus usw. ihr wisst schon), passen manchmal ganz hervorragend in ganz andere Schubladen oder in gar keine, wobei Schubladendenken mir manchmal ganz enorm beim Sortieren hilft
-Fortbildungen für Erwachsene, zumindest die, die für mich verpflichtend sind, sind extrem gruselig und eher contraproduktiv
- Ehepaare, die grade Zoff haben, aber leider gemeinsam Kurse abhalten, sollten nicht versuchen anderen Menschen etwas beizubringen
-Manche Vorurteile stellen sich später als Urteile raus
-ich HASSE Fußball
-ich muss mich trotzdem mit dem Tageskind in der Öffentlichkeit sehen lassen, auch wenn es ein Fußballtrikot trägt
-Erwachsene Frauen in zu engen Trikots sehen bescheuert aus
-Männer auch
-ich bin irgendwie plötzlich 40
-es hat nicht weh getan ;o)
-meine Kinder halten E.T. für einen echt alten Film
-wollen ihn aber mit mir zusammen angucken ;o)
- ich habe eine neue Freundin, eigentlich ist es eine Minna, ich nenne sie aber Kitty und wir haben schon einmal was zusammen unternommen. Wir müssen uns erst noch näher kennenlernen. Vielleicht machen wir heute zusammen Waffeln. Und ich will nicht protzen aber ich liiiebe sie schon jetzt. Sie ist rot und silber und wiegt 10 Kilo und sie wohnt in meiner Küche.
Hach, davon gibt's bestimmt noch mehr, demnächst. Außerdem braucht sie dringend noch etwas mehr Spielzeug...*gg*

So, genug Kryptik für heute, die Arbeit ruft.


Achso, Keksbert ist irgendwie weg. Langsam verliere ich die Lust. Ich weiss nicht ob er schon unterwegs ist, verschollen oder schon irgendwo angekommen.
Falls jemand was weiss, bitte melden.

Montag, 13. Mai 2013

Ich muss Sie leider enttäuschen...

Seit ein paar Monaten arbeite ich ganz erfolgreich daran, meine überflüssigen Kilos abzuwerfen. (Mal wieder...)
Inzwischen ist das auch für andere Menschen ersichtlich und hin und wieder werde ich darauf angesprochen.
Das freut mein armes, kleines, fettes Ego natürlich schon.
Es macht eben Spaß, wenn mir entfernt bekannte Personen Dinge sagen wie: "Mensch, Frau NähMa!, Sie haben aber ordentlich abgenommen, oder?"
Selbst die Kassiererin im Discounter (eine von den Netten), hat mich auf meine schwindende Erscheinung angesprochen. *gg*

Weil ich meine Zeitgenossen ja gerne beobachte ist mir bei dieser ganzen Chose folgendes aufgefallen:

Dünne und auch normalgewichtige  Menschen stellen fest, dass ich schlanker geworden bin und finden das gut. Lächen, nicken und freuen sich vielleicht sogar für mich. Was mich dann natürlich auch freut.

Man plaudert vielleicht kurz, ich freue mich über ein eventuell ausgesprochenes Kompliment ob meines Durchhaltevermögens und man geht wieder seiner Wege.

Und dann gibt es da noch die Menschen, die gerne selbst ein paar oder auch ein paar mehr Kilo abnehmen möchten, die dann irgendwann fragen:
"Und? Wie haben Sie das geschafft?"

Weil ich inzwischen geübt bin, sage ich dann entweder:
"Naja, ich esse weniger und gesünder und bewege mich mehr."

oder
"Disziplin."  ;o) (das sage ich, wenn ich keinen Bock habe mit der Person über mein Essverhalten zu reden.

Dann passiert Folgendes:

 95% der Fragenden sagen dann:
"Ach sooooo."
Manche ziehen einen Flunsch.

*gg*

Ich glaube sie hätten lieber eine Antwort wie:

"Ich esse jeden Morgen eine Tafel Schokolade und 5 Tüten Chips zusätzlich."

oder

"Man muss nur bei Vollmond hinter der großen Eiche ein mit Frittierfett getränktes Stück Weissbrot vergraben, dann klappt das."

oder

"Ich trinke statt Kaffee jetzt nur noch Weizenbier."


Manche möchten auch hören, dass ein bestimmtes, grade hochmodernes aus dem Ausland kommendes Diätprogramm Wunder wirkt oder ein sauteures Pulver aus der Apotheke.

Ich muss die Menschen dann leider enttäuschen.

Selbst meine Orthopädin war enttäuscht, dass ich nicht Schlank im Schlaf werde, das empfiehlt sie nämlich gerne.

Ich meine, die meisten dicken Menschen wissen woher das Dicksein kommt: wir esses zu viel.
Außer bei wenigen Ausnahmen oder Krankheiten oder was weiss ich. Aber normalerweise liegt es schon daran, dass wir mehr Kalorien reinstopfen, als wir verdampfen.
Dass da keine Zauberfee kommt und das wegmacht, ist zwar schade, aber leider eine Tatsache.

Dass es immer leicht ist, das dann wieder los zu werden kann man auch nicht grade sagen.
Leicht ist schwer. ;o)

Hach ja, mein Seufzer zum Wochenanfang.
;o)











Mittwoch, 8. Mai 2013

Ja dann...



... macht euch mal an die Arbeit, liebe Volksbankmitarbeiter. ;o)

Ist das jetzt Antiwerbung?
Oder soll das hoffen lassen?

Dienstag, 7. Mai 2013

Na? Was gibt's heut zu essen?

 Bei uns wurde dieses heute auf der Terrasse zubereitet:
Tittensuppe

;o)

Die Kinder nennen es Schwimmbecken, mir schoss allerdings der obige Name direkt ins Hirn. ;o)

Feigling!

So ein feiger Hund!
Ich fürchte der Paketzusteller liest hier mit!
Oder wie lässt es sich erklären, dass mein heute erwartetes Päckchen beim Nachbarn auf der anderen Seite gelandet ist? Hä?
Pfffft!

Wenn ich den erwische, den Burschi!

Montag, 6. Mai 2013

Platte geputzt! Und Waldmeister! WAS für ein Tag!

OHMANNOOOHMANNOOOHMAAAAANN!
Ich kann wieder seeeheeeeen!
Leute! WAS für ein Unterschied.
Monatelang habe ich jetzt durch ein ziemlich kleines Fenster in die virtuelle Welt gelinst, weil unser Familienrechner drohte die Hufe hochzureissen.
Alle Versuche ihn zu reparieren schlugen fehl!
Gestern haben wir uns dann ein Herz gefasst und haben ihn formatiert. Waaaahhh!
Wie spannend! Das letzte große Abenteuer der westlichen Welt, nach dem Kinder kriegen.
Und was ist?
Es FUNKTIONIERT!
Er ist online!
Er ist schnell!
Man kann wieder Lieder abspielen ohne, dass sie stottern!

Ok, er ist leer und hat fast noch kein Programm drauf, aber er funktioniert und ich kann den ganzen Bildschirm in einem Stück lesen ohne seitlich scrollen zu müssen!
WAS FÜR EIN FEST!

So, jetzt geht's mir besser. ;o)



Und nun zum Waldmeister.
Ich HABE Waldmeister!
Also im Topf, als Pflanze. Nicht als Sirup in der Flasche!
Das heisst: es gibt bald echte Maibowle!

Warum das was Besonderes ist?

Na weil mein letzter Waldmeister schon lange vor der Maibowle verstorben ist, mein selbstgesäter ebenfalls und  weil ich letztes Jahr im Mai in dem Laden war, wo sie Lebensmittel lieben und ich da erleben durfte, dass mich zwei(!) angeblich gut ausgebildete Fachkräfte(?) mit großen Augen anglotzen auf meine Frage, nach Waldmeister im Topf, vielleicht bei den Kräutern...
Und mich dann zu den Flaschen mit Waldmeistersirup schickten.
Auf meinen Einwand, dass ich aber die Pflanze suche, waren sich beide(!) einig:
"Das gipps ja gaa nich!"

Es gibt ihn doch! Ich habe ihn! Und gleich pflanze ich ihn ein!



Äh, nein, ansonsten habe ich keine seltsamen Pflanzen mit merkwürdiger Wirkung erstanden, ich schwöre, auch wenn sich dieser Text eventuell so anlesen könnte, als hätte ich irgendwas Illegales konsumiert...:o)



Sonntag, 5. Mai 2013

Kuriositätenkabinett oder Kaffee in Oberhausen

Wenn alles gut geht, treffe ich zweimal im Jahr meine Stoffmarktfreundin Annette! ;o)
Heute war es wieder mal soweit.
In unserem Ballungsgebiet haben wir ja häufiger Gelegenheit einen der Termine vom Holländischen Stoffmarkt im Umkreis zu erwischen. Da wären auch noch Dortmund oder Bochum im Angebot, Oberhausen passte aber termintechnisch in letzter Zeit am besten.
Das Gute an dem Standort ist, dass wir dann während der Autofahrt dorthin mehr Zeit zum quatschen haben, als wenn wir uns in Do oder Bo irgendwo treffen. :o)
Der Nachteil ist, dass wir noch keine einzige Fahrt nach OB geschafft haben, ohne uns zu verfransen, weil wir soviel quatschen.
Einmal bin ich verkehrt herum in eine Einbahnstrasse gefahren, einmal haben wir in einem Parkhaus geparkt, das eigentlich geschlossen war, zweimal bin ich unbefugt durch eine Busspur gefahren, einmal haben wir eine Abfahrt verpasst und waren schon auf dem Weg nach Holland und wenn ich noch ein bisschen nachdenken würde, kämen da sicher noch mehr Erlebnisse zusammen.

Einmal ist uns eine alte Frau vor die Füße gefallen, aber das war in Bo, zählt das trotzdem?
Seltsam ist auch, dass ich niemals dieselbe Strecke fahren kann um Annette zu Hause abzuholen.
Heute war meine Autobahnauffahrt gesperrt, außerdem die Hauptstraße zu ihrem Haus, ihre Autobahnabfahrt war auch schonmal gesperrt, einmal hatte ich ihre neue Adresse vergessen und nur eine abgelaufene Telefonnummer im Handy.
Es grenzt also fast an ein Wunder, dass unsere Treffen trotzdem stattfinden können!
Wir sind da ziemlich starrsinnig. Hihi!

Tja, der Stoffmarkt.
Ich persönlich bin ganze drei Gänge auf und ab gegangen ohne etwas zu kaufen! DAS ist seltsam!
Im vierten Gang hab ich dann aber doch etwas gefunden und meine Töchter werden demnächst mit neuen Radlerhosen oder Leggings bestückt. Mal sehen.
Normalerweise hab ich an jeder Hand mehrere Tüten und leider am Ende keinen Cent mehr übrig, heute fiel es mir nicht schwer mich zu beherrschen. Woran liegt das?

Also erstens mal am NEON! Es ist so furchtbar schrecklich und leider allgegenwärtig. Neon und ich sind keine Freunde!
Dann wären da noch die Zacken. Nee, auch nicht meins. Am besten noch Zacken in Neon, da bin ich direkt weg. Fürch-ter-lich!
Dann sind da die Menschentrauben. Man könnte jetzt sagen, ja da ist sie ja selbst schuld, was rennt sie auch am verkaufsoffenen Sonntag zu dem dämlichen Stoffmarkt. Is ja klaa, dass da voll is.

Ja sicher. Ich hab ja auch nicht erwartet, dass der Markt für uns zwei exclusiv aufgebaut wird. (Das wär mal ein Traum, nur für so ein Stündchen, den ganzen Markt alleine! Boah!)
Interessant ist trotzdem die Dynamik der Masse Mensch, oder wie man das auch nennen soll.
Also:
-Ich stehe an einer relativ freien Stelle und krame in der Restekiste. Automatisch finden mindestens drei Frauen die Kiste spontan auch  voll spannend und zeigen ihre Ellenbogen.

-Ich stehe etwa 1,5Meter vom Stand entfernt und warte auf Annette, die rasch ihre erkämpften Knöpfe bezahlen geht. Ich stehe da einfach so rum, behindere niemanden, bewege mich kaum, und stehe. Ich stehe auch niemandem im Weg, meist ist da soviel Raum, dass man locker lustwandeln kann. Irgendwann kommt im Fluß der Menschen jemand direkt auf mich zu, bleibt stehen und erwartet, dass ich weggehe. Ich meine, wenn die auf eine Säule zugehen, machen die das dann auch? Und noch spannender ist die Frage, wird die Säule ausweichen?
Ich verfüge ja über eine gewisse Standmasse, man übersieht mich nicht so leicht. Die Leute werden mich schon von weitem gesehen haben, wie ich da so stehe. Und das passiert IMMER. Das passiert so oft, dass es für dieses Phänomen bestimmt ein Wort gibt.

Dann gibt es noch die Taschenremplerinnen. Die haben riesenhafte, meist selbstgenähte Taschen, die sie spazieren tragen. Klar, man will ja auch mal ausführen, was man so zustande gebracht hat. Der Kenner erkennt natürlich sofort am selbstbestellten Label und den markanten Webbändern die Marke Eigenbau.
Mein Label heisst übrigens "NähMa!", hab ich auch selbstbestellt. ;o) Nur für den Fall, dass mich hier jemand als Nestbeschmutzerin beschimpfen möchte oder so, hey, psssst ich bin ja quasi eine von euch. Ein bisschen. Noch.
Also, die Taschenremplerin, hängt ihre große Tasche um und geht einfach durch die Menge, da ist es ganz egal, was oder wen sie damit niederstampft. Kinder, Stoffständer, Körbe oder mich. Völlig egal. Mich hat's heute zweimal am Hintern, einmal an der Schulter und einmal fast am Kopf erwischt.

Es gibt auch leider immernoch die Hackenporsche-Fraktion, obwohl das glaube ich schon wieder nachlässt. Die ziehen ihre Wägelchen hinter sich her und verursachen die gleiche Problematik, wie die Taschenremplerinnen, nur rückwärts. Wenn man also nichtsahnend von einem Stand zurückweicht, kann man schonmal über den einen oder andern Wagen stolpern und sich langlegen. Der Stofffan am anderen Ende der Kutsche kriegt das aber gar nicht mit, weil er/sie  kopfüber in irgendeiner Stoffkiste wühlt.

Es gibt große Hunde und kleine bis kleinste Kinder auf dem Markt, es gibt riesengroße Kinderwagen und viele, viele Männer, die in der Mitte zwischen zwei Standreihen mit einem Haufen Tüten auf die Holde warten.
Ach und dann gibt es noch die Raucherinnen!
Man stelle sich vor, die rechte Hand wühlt im Stoff, die Raucherin steht seitlich am Stand, die linke Hand mit der brennenden Kippe schwebt auf Kindergesichthöhe mitten im Gang. Entzückend!
Naja, aber man muss das verstehen. Die arme Minderheit hat ja sonst auch überhaupt gar nirgendwo mehr ein Plätzchen zum paffen! Allerdings ist man als Nichtraucher dann ja schon fast gezwungen seinen Absackerkaffee drinnen zu trinken, weil draußen die ganzen Qualmer alles vollstinken.

Naja, wir haben dann trotzdem draußen gesessen, allerdigs sind wir von der ersten Örtlichkeit unbedient wieder abgehauen, die Kellnerin hatte uns wohl vergessen.
Dafür war der Kaffee im nächsten Lokal besonders gut. :o)

Warum ich obwohl ich soviel zu mosern habe, trotzdem den Stoffmarkt besuche?
Naja, erstens würde ich mich sonst vermutlich niemals mit Annette treffen und zweitens hätte ich keinen Grund mich so schön auzuregen. Außerdem mag ich Stoffe und irgendwann ist dieser buntig-Hype auch mal wieder vorbei und es macht wieder richtig Spaß!

Bestimmt gibt es irgendwo einen blog, wo sich grade jemand darüber echauffiert, wie die blöde Kuh heute in Oberhausen so blöd rumstand und nicht an die Seite ging und ihr immer gegen die Umhängetasche gesprungen ist. Falls das jemand findet, bitte bescheid sagen. *gg*



*Und noch kurz für die ironie- und humorfreien Mitleserinnen:
Jede, wie sie möchte, nicht wahr? Und überhaupt und alles nur Spaß blablabla, ihr wisst schon.


Ach hier mein zu Radlerhosen zu verarbeitender Rollenhaufen:













Donnerstag, 2. Mai 2013

Hö? Kopfkratz!

Ein paar Worte über die Menschen, die mir Pakete bringen.
Ich bin ja der Meinung, dass man sich immer gut mit seinem Postboten stellen sollte.
Wir sind hier in der Beziehung recht gut versorgt. Der Mann der normalerweise die Briefe bringt, hat zum Beispiel immer ein paar Hundeleckerchen in der Tasche, ist nett und freundlich, winkt auch schonmal aus seinem Auto raus und wenn man fertige Post hat, nimmt er die direkt mit.

Dann gibt es da noch diverse Unternehmen, die alles bringen, das größer ist, als ein Brief.
Wenn ich grade den heimischen Handel mal wieder nicht unterstütze, sondern ganz böse was bestellt habe, dann kommt oft ein gut gelaunter und nett anzusehender Mittdreissiger, Sunny, der sich immer freut, wenn mal ein Kind mit zur Tür kommt oder über den kläffenden Hund schmunzelt.
(Insgeheim ist er aber glaube ich froh, dass der Hund  NICHT mit zur Tür kommt).

Die meisten anderen Paketzusteller haben es entweder unglaublich eilig, da kommt man kaum dazu die Tür zu öffnen, schon sind sie wieder auf dem Weg zum Auto oder die paffen im Auto so schlimm erbärmliches Zeug, dass die Pakete noch später im Altpapier danach stinken.

Es kommt auch schonmal vor, dass ich  Päckchen für diverse Nachbarn annehme und später dann selbst Pakete zustelle.
Ebenso hole ich dann auch schonmal mein Päckchen bei Nachbars ab.
Wie das eben so ist, man kennt das ja.

Jetzt hat aber wohl Sunny Urlaub oder so was und hier landet regelmäßig ein miesepetriger Burschi, der mir schlechtgelaunt die Päckchen unter die Nase hält.

Miesepeter hat sich jetzt noch dazu selbst ins off geschossen, ich glaube nämlich, er kann gar nicht lesen.

Ich meine es gibt verschieden Möglichkeiten mir ein Päckchen anzubieten, das mir nicht gehört. Die Liebste ist mir Folgende:

"Guten Morgen Frau NähMa!, ich habe hier etwas für ihren Nachbarn Herrn Hechel, der ist nicht zu Hause, würden sie das hier für ihn annehmen?"

Dann sag ich, "Klar, Herr Miesepeter, kein Problem, danke und auf Wiedersehen."

Meist hört man aber eher soetwas:
"Morn, nehmse? Hechel nich da."

Ok, ich wohne im Ruhrpott, ich bin den Ton gewohnt!

Ich hab aber bisher immer gedacht eine der Voraussetzungen zum Post zustellen, wäre die Fähigkeit zu Lesen.

Auf unserer Klingel steht zum Beispiel:

Müllermeierschulze

NähPa!
NähMa!
Johnboy
JimBob
Zicki
Plitschplatsch


 Auf der Klingel unseres direkten Nachbarn steht

Müllermeierschulze
OldBoss


Turnschuh
Prinzessin


Dass auf beiden Klingeln Müllermeierschulze steht, hängt damit zusammen, dass es sich um direkte Verwandschaft handelt. Watten Zufall!
Und die sind mit Absicht so ausführlich beschriftet eben WEIL Namensähnlichkeiten bestehen.
Noch dazu haben hier fast alle Bewohner den selben Anfangsbuchstaben bis auf mich und Prinzessin Turnschuh, und die heißt ja sogar hinter ihrem Vornamen auch anders als alle anderen.

So, heute drückte mir also Miesepeter ein Päckchen in die Hand und wollte schon wieder entschwinden.

Ich las auf dem Aufkleber:

OldBoss Müllermeierschulze
und Prinzessin


Ich guck den Herrn also an und sage:
"Äh, das ist nicht für mich, haben sie das gesehen? Ist nebenan keiner da?"

Miesepeter:
"Wieso"

Ich:
"Weil das Päckchen nicht für mich ist, sondern für die Nachbarn, sind die nicht da?"

Miesepeter:
"Weissnicht"

Ich:
"Sie haben dort nicht geschellt?  Das steht deren Name drauf."

Miesepeter:
"Is doch egal!"

Ich:
"Bitte?"

Miesepeter:
"Ist doch egal, is doch dasselbe!"

Bei mir setzte dann spontan eine leichte Schnappatmung ein!

Mann! Das ist SOWAS von NICHT dasselbe!

Wenn ich jetzt wüsste ob Sunny wirklich nur Urlaub hat oder gar eine neue Tour fährt und hier gar nie mehr Päckchen bringt.
Denn, wenn Bubi Miesepeter jetzt häufiger kommt, sollte ich mir ein paar erzieherische Maßnahmen überlegen, oder?
Ich hab schon ein paar gute Ideen. ;o)
Dafür würde ich sogar jeden Tag eine Kleinigkeit bestellen und dann morgens hinter der Haustür Stellung beziehen.
Ich könnte dann die Tür aufreissen, ihm ein "Guuuuttteeeenn Moooooorgeeeeeen!" entgegenbrüllen und ihn mir die Post vorlesen lassen.
"Naaaaa? Hatta widda Post für mich? Lees ma vor, mein Bester, wat steeeht denn da?"

Und zwar in bester Killerbäckerin-Manier. ;o)









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Fluchtkekse?

Mannomann! Lebkuchenmänner sind wahrhaftig keine Langeweiler. Der eine haut ab, der nächste streikt bei der Post. Echt ey, da hab ich mir was eingebrockt mit den Reisekeksen.
Keksbert ist jüngst also Opfer des Poststreiks in der Nachbarstadt geworden.
Vorher war er bei Annettes bunter Welt, da ist er etwas versackt und als es dann weiterging lag er wohl tagelang in irgendeinem Postzentrum und musste sich langweilen.
Jetzt ist er allerdings bei Avalonia  in der Nachbarstadt und wartet auf eine neue Adresse.
Guckt mal nach, was er dort do erlebt hat. ;o)

Zählerchen