Galoppierender Nadelwahnsinn mit erhitzter Ironie und einem Fünkchen Sarkasmus

Montag, 24. Juni 2013

Heute

in sechs Monaten ist Heilig Abend!

;oD

Dienstag, 18. Juni 2013

Schubladen

So, jetzt ist es passiert!
In einer Welt voller Kevinismus und Chantalismus und so weiter habe ich ja genug Gelegenheit meine Vorurteile zu pflegen.
Inzwischen gehört es  fast zum guten Ton Kinder oder eigentlich ja eher deren Eltern, aufgrund des Vornamens in passende Laden zu stecken und diese für immer zu schließen.
Ich gebe zu, manchmal stimmt die blondierte, pinkgelackte Optik der Mutter durchaus mit dem Vornamen des Kindes überein. Ihr wisst schon Schakkeline und Dchironimo usw.
Meine im Moment ausgeführte Tätigkeit als, neudeutsch, Tagespflegeperson aka Tagesmutter oder, wie eine Mutter immer sagt, Doogesmuddi (mit weichen Ds), führt dazu, dass ich Kinder mit verschiedenen Vornamen betreue, die ich selbst den Kindern ja nicht gegeben habe (und in manchem Fall auch niemals gegeben hätte).

Bisher hatte ich da echt Glück, es gab keinen einzigen Schubladennamen, einer ist etwas grenzwertig, aber so ein richtiger Dscheremipazzkall war da noch nicht dabei.
Jetzt hat es mich allerdings voll erwischt!
Das "Problem" ist allerdings, dass dieser "Eckenname" so überhaupt gar nicht zu dem Kindlein passt!
Was mach ich denn jetzt?

Oft muss ich in letzter Zeit an meine gute, alte Freundin  von aufdemDorf denken, die dereinst von einem Kevin erzählte, einer der ersten Generation, der noch wegen dem Costner-Kevin oder dem Kevin-allein-zu-Haus, so hieß, ein gar intelligenter, junger Mann, der einen Raum betrat und sagte: "Hallo, ich heisse zwar Kevin, ich bin aber keiner!"
WAS FÜR EIN SCHICKSAL!

Also mein kleines Schubladennamenkind, ich werde es fortan hier Karl-Theodor nennen, passt in gar keine Schublade! Er heisst Dastin-Wayne (natürlich nicht, nur wegen des Beispiels), benimmt sich aber eben wie ein Vorurteils-Karl-Theodor das machen würde, von mir aus auch ein Maximilian-Alexander.
Er ist gut erzogen, kann gesittet essen, spielt gewaltfrei, mag Gemüse und hat noch nichts kaputt gemacht!
Was mach ich denn jetzt?
Meine ganzen, schönen, liebevoll gepflegten Vorurteile kann ich ja jetzt wohl auf den Kompost schmeissen, oder wie?
Und was mache ich denn nur in der Öffentlichkeit?
Ich kann ihn ja nicht bei seinem richtigen Namen rufen!
Am Ende denken die Leute noch das wär mein Sohn und stecken mich in eine Schublade!
Soll ich "Süßer" oder "Schätzchen" rufen?
"Kleiner" oder "Tagespflegekind, komma zu NichtdieMama"?
Haaach, ich weiß nicht!

Mann, wenn ich gewusst hätte, dass der Job so schwer sein kann, hätte ich was Anständiges gelernt!



P.S.
Wie leider oft an dieser oder ähnlicher Stelle nötig:
Der Text da oben kann Spuren von Ironie enthalten und ihr wisst ja, Ironie setzt Intelligenz beim Empfänger voraus....
*fieskicher*






Sonntag, 16. Juni 2013

Unser täglich Brot

Ok, hier wird es zugegebenermaßen jetzt etwas küchenlastig, ich hoffe ihr bleibt trotzdem dabei. ;o)

Meine neue Kategorie:

Rezepte ausprobieren

Erstmal ein ganz herzliches Dankeschön für die Brotrezepe aus dem letzten post.

Ich werde mich jetzt durcharbeiten. Das Züchten von Sauerteig und allem, was damit zusammenhängt, verschiebe ich auf nach-dem-Sommer. ;o)

Heute habe ich zuerst einmal das 5-Minuten-Brot von Kirsten ausprobiert.

Kommt mal mit

Zuerstmal alles zusammenrühren, dass der Teig mit Hefe ist, aber nicht zu gehen braucht ist sicher eine tolle Zeitersparnis, war für mich aber erstmal gewöhnungsbedürftig. Egal, ich habe ihn tapfer direkt in den Ofen geschoben.


Und das kam dabei raus. Es roch schon ganz prima beim Backen und hätte ich mich mal schön an die Tipps und Tricks, die ich zum Rezept las gehalten, dann hätte ich das Brot bestimmt auch aus der Form bekommen. Aber bisher hab ich ja alle Brote gut raus bekommen und die Form war ja gut vorbereitet und überhaupt, was die immer alle schreiben, mein Brot wird sich schon gut lösen lassen.

 Es dachte gar nicht daran :o)


Also, zweiter Versuch diesmal artig mit Backpapier in der Form:

Besser:

 Das Gute am verhunzten Brot war allerdings, dass ich es direkt mit der Hand gebröselt aus der Form probieren konnte!
Ich hatte ein paar Haferflocken und Sonnenblumenkerne in den Teig geworfen und weil ich keinen normalen Essig mehr im Hause hatte, hab ich Balsamico genommen. Es ist gar köstlich!
Und deshalb musste ich entgegen meiner momentanen Essgewohnheiten ganz unorthodox ein dickes Butterbrot essen.
Jammijammijammi!
Die gelungene Version des Brotes nehme ich dann gleich mit zum Grillen bei Freunden, die müssen jetzt auch durch meine Back-Eskapaden.

Also, danke Kirsten, das Brot nehme ich auf jeden Fall in meine Rezeptsammlung auf.


Freitag, 14. Juni 2013

Therapeutisches Küchengerät

Früher hab ich hin und wieder mal ein Brot gebacken.
Vor ein paar Jahren hatte ich grade beide Hände im Brotteig, als das Telefon klingelte und ich eine sehr, sehr traurige Nachricht bekam.
Der Geruch vom frischen Brotteig an meinen Händen war für lange Zeit untrennbar mit dieser Nachricht verbunden und ich fand, dass man sein täglich Brot auch gut im Laden einkaufen kann.

Weil ich zwar ein gläubiger Mensch bin, aber kein abergläubiger, habe ich kürzlich beschlossen, dass ich mit dem Kneten von Brotteig keine schlechten Nachrichten anlocken kann und habe quasi mein erstes therapeutisches Brot gebacken.
Nicht zuletzt hat mich meine neue Freundin Kitty in dem Entscheidungsprozess unterstützt. :o)

So und inzwischen mache ich mehrmals in der Woche  lustige, kleine Kastenbrote, die hier reissenden Absatz finden.





Isses nich schööön?  :o)

Also, ich hab bisher mit Fertigmischungen gearbeitet, suche jetzt aber ein idiotensicheres Rezept, für ein leckeres, selbstzumachendes Brot, von mir aus auch mit Sauerteig, da will ich demnächst mal Experimente starten.
Für den Anfang vielleicht erstmal ohne.
Und?
Wer hat und würde teilen?
*wimpernklimper*


Montag, 3. Juni 2013

40 und ein bisschen bekloppt

Ein Resumee:

Seit einer Woche bin ich 40.
Ich fühle mich allerdings kein bisschen älter als 39. *witzkommraus*

Eigentlich suche ich ja nur eine pfiffige Überleitung zu meinem nun folgenden schrecklichen Angeberposting.
Nein, eigentlich möchte ich gar nicht angeben, sondern meine Freude und Begeisterung mit euch teilen...
und ein bisschen angeben. :o)

Neulich las ich nämlich irgendwo, dass jeder Blogger oder Twitterer undundund irgendwann auf jeden Fall zum Angeber wird, bei mir ist es heute soweit, falls es mir unbewusst nicht schon früher passiert ist.

Ok, also:

Wenn man 40 ist und alles hat, was das Herz begehrt, eine tolle Familie, alle gesund, einen bekloppten Hund, eine Kemena(h)te und hier und da ein bisschen überflüssigen Schnickschnack, was kann das dann alles noch toppen?

Irgendwann im frühen Frühjahr begannen Menschen, die mich mögen und die, die sich verpflichtet fühlen, mir etwas zum Geburtstag zu schenken, zu fragen, was ich mit denn wohl wünschen würde.

Ich begann zu überlegen...................und mit fiel nix ein.

Für's Hobby? Och, da bin ich schon  ganz gut versorgt und hab da so ziemlich alles schon bekommen, was das Handarbeitsherz so erfreuen könnte.

Wellness, ein Gutschein für ein Event? Och nö, lasst mal.

Pflanzen für die Terrasse? Im Prinzip ne prima Idee, leider manchmal etwas kurzlebig und dann ist das doch ziemlich schade drum...(obwoooohl, ich bekam da ein Olivenbäumchen geschenkt, das ist ziemlich schnucklig, ich hoffe es überlebt den nächsten Winter...)

Also, überlegte ich und überlegte ich und dann kam mir da doch eine Begehrlichkeit in den Sinn, die ich mich am Anfang gar nicht auszusprechen traute, nachdem ich aber für mich die Notwendigkeit des Besitzes dieser Wundermaschine beschlossen und vor mir gerechtfertigt hatte, begann ich darüber zu flüstern und später lauter zu reden und schließlich, als ich dann einige "Ooohs" und "Aaaahs" und "Hey, gute Idee" oder "Cool, sowas hat meine Mutter auch" geerntet hatte, traute ich mich, sie mir zu wünschen und all meine Gäste und nicht zuletzt mein werter Gatte haben es möglich gemacht.
Sie ist MEIN!

Sie ist etwas kamerascheu, ich arbeite noch an der Technik.
Ich habe sie Kitty getauft, von Kitchen, ihr wisst schon.
Also, sie kann rühren und seit ihr Spielzeug angekommen ist, kann sie auch schreddern, sie knetet und hobelt und schlägt .
Ich bin voll verliebt.
Sie wohnt neben unserem Kühlschrank und die beiden sind ein schönes Paar.
In der Woche, die sie nun bei uns wohnt hat sie schon einige Kuchenteige gerührt, Keksteig, Sahne geschlagen und Eischnee, mehrere Quarspeisen, einen Brotteig, Zuckerguss(!) und Kräuterbutter. Möhren geschreddert, Gurke und Zwiebeln und gestern 4,5 Kilo Kartoffeln.
Und wenn man die Künste dieser Wundermaschine und die, des famosen Grills des Gatten kombiniert, dann kann man sich nudelsatt futtern. ;o)










Schön, dass gestern die Sonne schien, aber für meine Fotos war das eher suboptimal. ;o)

Der Zufall wollte es, dass der Gatte und ich gestern Abend beim durchs Programm schalten auf einen Verkaufssender stießen, der diese Wundermaschine feil bot.
Das Classicmodell und leider nur in weiss, aber wir sind dann hängen geblieben und haben gelächelt und genickt beim Zusehen und fanden aber doch, dass unser Schätzchen viel, viel schöner sei und überhaupt.
Ich sag ja:ein bisschen bekloppt.

Pssst: da sagt das Verkaufsgenie Peter im Fernsehen so unsagbar lachhafte Dinge wie, dass manche Frauen ihren Kitchen Aid-Supermaschinen sogar Namen geben!
Ich lach mich kaputt, wer macht den sowas?

So zu Ende geprotzt.

Ich muss euch aber leider auch sagen, dass es sein kann, das das eine oder andere verliebte Maschinentextchen hier noch erscheinen könnte....

Zählerchen