Galoppierender Nadelwahnsinn mit erhitzter Ironie und einem Fünkchen Sarkasmus

Donnerstag, 5. Mai 2016

Essen nach Wunsch

Neulich, beim Papiere sortieren fiel mir auf, dass mein dienstältestes Tageskind Klara schon fast sein halbes Leben zu uns kommt. Und zwar schon fast vier Jahre.
Ich schreibe "zu uns" und nicht "zu mir", weil so eine Tagesbetreuung für so einen kleinen Menschen ja auch mit Familienanschluss verbunden ist.
Zuerst kam das Kindlein nur für ein paar Stunden  im  Monat, das lohnte fast gar nicht.
Die Arbeitszeiten der Eltern änderten sich immer mal wieder, die Betreuungszeiten wurden länger und schließlich beschloss das Schicksal, dass Klara und unser jüngstes Küken Rosalinde zusammen eingeschult wurden-in dieselbe Klasse!
Das ist sehr praktisch, weil sie dann auch gleichzeitig frei haben, die gleichen Dinge zeitgleich lernen und überhaupt.
Man ahnt es. Glücklicherweise sind die beiden gut befreundet und somit entwickelte sich Tagesbetreuung für Klara so, als ob Rosalinde eine Freundin zu besuch hätte.
Nicht immer harmonisch, aber gut auszuhalten. ;o)
Für Klara, die ein Einzelkind ist, ist das hier natürlich ganz anders, als daheim.

Zwei große (Tages-) Brüder, die ihre Testosteronvergiftung manchmal verbal, manchmal mit Spaßkloppe ausfechten,  eine ebenfalls hormonverseuchte (Tages-) Schwester, die äh nunja, eben ständig Katastrophen erlebt und diese auch so richtig saftig auslebt. 12-jährige Mädchen können so....ähm...interessant sein.
Und natürlich Rosalinde, die manchmal gerne ihre Ruhe hätte. Sie ist ja ziemlich gebeutelt mit einem Haufen Tageskinder jeden Tag im Haus.
Aber Klara ist kaum zu schocken. Am Anfang hab ich mir echt Sorgen gemacht, wie so ein Hardcore-Familienleben deluxe auf sie wirken würde.
Ständig hab ich ihren Eltern erzählt, dass dieses oder jenes vorgefallen wäre (Liebesbekundungen unter Geschwistern, incl. sämtlicher Kraftausdrücke zum Beispiel, passiert eben manchmal im Eifer des Gefechts. Oder große Dramen incl. vieler Tränen, weil die Turnschuhe, die Socken , der wichtige Zettel usw. nicht zu finden sind und der Bus gleich fährt).
Die Eltern sahen mich immer mit großen Augen fragend an, weil Klara es hier voll super fand.

Ich weiß jetzt auch endlich, wie dieses Kind gestrickt ist:
Sie ist Handballtorwartin geworden!
Dafür MUSS man hart sein, ich sag's euch!
Ja, den Sport machen Klara und Rosalinde auch zusammen. :o)

Interessant ist auch, dass sie komplett den Status "Tageskind" verloren hat. Also, hier in der Familie.
Sie ist auch kein Besuch.
Wenn sie da ist und auch mal hier übernachtet, wird sie von den anderen Familienmitgliedern behandelt, wie ein weiteres Familienmitglied.
Sie wird auch schon mal geärgert, veräppelt oder angemault.
Oder überstimmt. So wie neulich.
Es ging um das Mittagessen.
Klara wünschte sich Fischstäbchen und Spinat,
der Rest der Familie wollte Pizza.
Tja.
Aber ich bin ja eine nette Tagesmutter. Deshalb gab es neben Schinken,- Salami- und Thunfischpizza auch das da:


Pizza mit Spinat und Fischstäbchen. *gg*

Und wie man auch erkennen kann, schmeckte das Zeug auch den anderen.

Ich glaube, das machen wir jetzt öfter...

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Meine Tochter ist auch Handballtorwart. Sie spielt schon seit 10 Jahren, ist jetzt in der Damen II Mannschaft.

LG Rena

NähMa! hat gesagt…

Ha!
Eine Schwester im Geiste!
Handballmutter!
Ich hab drei meiner vier Kinder im Handballverein. Der Große inzwischen 1. Herren. Ich sag dir, wir Mütter müssen noch härter sein, als so ein Torwart! *gg*

Frau Mahlzahn hat gesagt…

Pizza mit Spinat und Fischstäbchen??? Das ist Hardcore! :-).

Love it!

So long,
Corinna

Frau Mahlzahn hat gesagt…

P.S.: Gerade gefunden, gefällt Dir sicher:

http://pinterestfail.com/2016/05/04/failwin-wookiee-cookies/

Erinnert mich (sehr sehr sehr entfernt, aber doch) an Backfred...

So long,
Corinna

Zählerchen